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Es hat wieder einmal „gemengelt“ im Europapokal – doch diesmal reichte es nicht zum Happyend für die Hampl-Truppe, die es aber selbst in der Hand hat, im Rückspiel vor heimischem Publikum alles auszubügeln. Am Freitagabend musste die Hanauer Boy Group in Andalusien vor rund 350 Zuschauern eine knappe Niederlage quittieren. Der klar favorisierte Gegner Cajasur Priego setzte sich erst nach dreieinhalb Stunden durch.
Helmut Hampl hatte die drei deutschen Youngster mit einem Durchschnittsalter von knapp unter 20 Jahren ins Rennen geschickt. Und Steffen Mengel, Ruwen Filus und „Nesthäkchen“ Patrick Franziska präsentierten sich sehr stark beim Champions-League-Gruppendritten. Besonders Steffen Mengel glänzte erneut in seinem Lieblings-Wettbewerb und schlug mit dem ehemaligen Gönnern-Taiwanesen Wu Chih-Chi und dem früheren Bremer Constantin Cioti zwei Ex-Bundesligaspieler, jeweils in vier Sätzen. Die Europacup-Bilanz des baumlangen Siegerländers lautet nunmehr stolze 5:0.
Sehr knapp fiel die Niederlage von Abwehrkünstler Ruwen Filus gegen den Spanier Carlos Machado aus, der bei den Europameisterschaften in Stuttgart keinen Geringeren als Dimitrij Ovtcharov ausgeschaltet hatte. Filus musste sich mit 9:11 im fünften Satz geschlagen geben. Im abschließenden Einzel legte der 17-jährige Patrick Franziska gegen Cioti zwar los wie die Feuerwehr und gewann Durchgang eins in überzeugender Manier, musste dann aber doch der Routine des rumänischen Nationalspielers Tribut zollen (11:8, 5:11, 8:11, 4:11).
Zwar ist der ambitionierte DTTL-Seiteneinsteiger in diesem Wettbewerb schon weiter gekommen als ursprünglich erwartet, dennoch haben die Brüder-Grimm-Städter bei einem 2:3 und 10:11 Sätzen noch alle Chancen, im Rückspiel in 14 Tagen den Halbfinaleinzug zu bewerkstelligen. Ein "einfacher", knapper Sieg dürfte bereits reichen.
Trainer Helmut Hampl zeigte sich insgesamt nicht unzufrieden: "Dies war heute eine gute Team-Leistung. Ruwen blieb leider unter seinen Möglichkeiten. Patrick hat gut gespielt und muss lernen, gegen solche Gegner zu bestehen. Jugend und Europapokal sind schon zwei Paar Schuhe. Für das Rückspiel haben wir dennoch gute Karten und hoffen, das Spiel noch kippen zu können."
Auch für Manager Johannes Herrmann überwog das Positive: „Wir haben hier sehr gut gegengehalten. Insbesondere Steffen hat seinen Aufwärtstrend bestätigen können. Schade, dass Patrick nach dem guten Start im letzten Match das Niveau nicht ganz hat halten können. Nun gilt die ganze Konzentration unserem Spiel am Sonntag. Nach dem Erfolg von Jülich gegen Frickenhausen stehen wir natürlich besonders unter Druck."
(Dr. Stephan Roscher)
Weitere Informationen zur TG Hanau finden Sie unter www.aufschlag-hanau.de.